Hinter einem durchdachten Webdesign steckt mehr als guter Geschmack und schöne Optik: Es muss inhaltliche Wünsche und Vorstellungen mit dem technisch Machbaren verbinden. Design ist immer auch Handwerk.
Höchste Priorität haben Lesbarkeit und die Navigation. Gestaltungselemente und Farben trennen die Inhalte, damit der Besucher die Navigationselemente und Kerninhalte sofort erkennt und Links identifizieren kann.
Das Design zwingt dem Benutzer nichts auf – weder einen bestimmten Browser noch die Bildschirmgröße. Dabei sollten wir immer daran denken, dass der Besucher die Schriftgrößen ändern kann. Ein Blick auf das Layout mit größerer oder kleinerer Schrift ist also ein „Muss“.
Aufgabe des grafischen Designs ist es also, die Inhalte schön ordentlich zu sortieren. Kompakte und aktuelle Informationen, ein schneller Überblick über die Inhalte, eine intuitive Navigation und nicht zuletzt die Suchmaschinenoptimierung entscheiden über den Erfolg einer Seite.
Weder Photoshop noch Illustrator und Konstorten sind gute Instrumente für ein Webdesign – sie lassen den Designer vergessen, dass im Internet kleine und große Monitore mit unterschiedlichen Auflösungen unterwegs sind.
Ein Webdesign kann nicht auf der Basis einer einzelnen Vorlage entstehen. Inhalte können völlig unterschiedlicher Natur sein: lange Texte, wenig Bilder, kurze Text, viele Bilder. Eine Seite in einer Zeitschrift endet unten mit dem Rand, aber eine Webseite muss nehmen, was das kommt.
Breit, schmal, dynamisch oder flexibel?

Der Internetauftritt von amazon.de hat eine fest definierte Navigationsleiste, während sich Inhalte bei großen Monitoren ausdehen und auf kleinen Monitoren kompakt zusammenrutschen.
Diese flexible Form des Layouts von Internetseiten ist hervorragend für große Mengen von Inhalten geeignet.

Das Design der Niag, der Niederrheinischen Verkehrs AG, dehnt sich zwar auf großen Monitoren aus, aber die kleinen Inhalte wirken dabei verloren. Wer hier das Formular für die Busverbindungen benutzt, braucht eine starke Lupe.
Kleine spärliche Inhalte wirken bei einem flexibel wachsenden Layout völlig deplatziert.

sony.de zieht sich elegant aus der Affaire: Die Inhalte behalten ihre Größe, egal ober der Monitor groß oder klein ist, aber auf großen Monitoren entsteht ein Freiraum rund um die Inhalte.
Dieses Layout vermeidet die Komplikationen der dynamisch wachenden und schrumpfenden Seiten in unterschiedlichen Browserfenstern und kann sehr elegant wirken.
Auch apple.de setzt die Inhalte in die Mitte und gibt dem Design auf einem großen Monitors den Freiraum rechts und links. Dazu kommt ein horizontales Raster – ein frisches Layout im Einerlei der Dreispaltenlayouts.
Ein horizontales Raster bringt Ruhe in das Design der Webseite und große Mengen von Inhalten perfekt und elegant in Form. Für den Besucher entfallen lange Scrollstrecken, die ansonsten bei großen Seiten schnell entstehen.

Inhalte mit einer festen Breite links an den Rand des Fensters geklebt ist fast schon ein Markenzeichen aller Zeitschriften und Sender. Wenn der Monitor ganz klein wird, ist die dritte Spalte mit der Werbung und Nebensächlichkeiten nicht mehr zu sehen.
Wenn die Inhalte so spärlich sind wie bei canon.de und der Besucher für jeden Satz auf einen Link klicken muss, wirkt das Layout wie eine kleine Postkarte.