Ein Redesign für die Webseite bringt auch für einen gut lancierten Internet-Auftritt einen sichtbaren Aufschwung … ja, ja, ich weiß … ich sage doch immer: Nicht das Design macht die Seite, sondern die Inhalte …

Der Aufbau einer guten Internetpräsenz ist verdammt schwer. Nicht etwa, dass es so schwierig wäre, ein passendes Design zum eigenen Geschäft zu finden – beim ersten Internet-Auftritt tun wir uns einfach schwer, die passenden Inhalte zusammenzutragen.

Achtung! Chef denkt!

Da setzt sich der Chef zwar in einer ruhigen Minute und baut im Schweiße seines Angesichts eine strukturierte Liste. Aber wäre es nicht besser, die neuen CNC-Maschinen hier bei den Produkten unterzubringen? Oder doch besser bei Unternehmen? Oder ein Extra-Menü für die Produktion? Schließlich sind wir ja saumäßig stolz auf den modernen Maschinenpark.

Wie macht das die Konkurrenz? Um Gottes Willen. So nicht.

Wohin mit den Referenzen? Reden wir über unsere Lieferanten?

Wenn der dritte Bleistift zur Hälfte abgekaut ist, muss jemand her, der die Texte zu den Überschriften liefert. Das macht Frau Stolze aus der Buchhaltung. Oder der EDV-Mann. Oder der Chef-Verkäufer. In einer ruhigen Minute. Aber ruhige Minuten sind rar.

Bunt ist leichter …

Holen wir erst einmal einen Web-Designer an Bord. Der macht ein Design und packt die ersten spärlichen Inhalte rein. Rest kommt später …

Wenn die ersten Seiten mit einem Navigationsmenü vorliegen, fällt das Texten schon deutlich leichter. Wenn die Seite erst mal läuft, klappt es viel besser mit dem Anliefern von Inhalten. Jetzt könnte man doch mal einen Profi-Fotografen für die Bilder auf der Webseite verpflichten … es läuft.

Bei Web2 wird alles besser

Irgendwann wird der Wunsch nach einem Redesign laut. Etwas Modernisierung würde der Seite nicht schaden. Und vielleicht ein Content Management System, damit die Texte gleich im Unternehmen eingestellt werden können und nicht jedesmal eine Rechnung vom Web-Designer ins Haus flattert. Und der braucht ja auch immer Wochen, bis er sich herablässt, den neuen Text mal eben auf die Webseite zu setzen.

Das Redesign läuft. Jetzt hat das Unternehmen Erfahrung und vor allem auch eine Idee, welche zusätzlichen Inhalte der Seite gut tun würden. Der Internet-Auftritt wächst (und mit der Menge der Seiten auch das Interesse der Suchmaschinen). Ein Content Management System bringt viele Elemente für die Suchmaschinen-Optimierung automatisch mit, die der alte Webdesigner nicht genutzt hat oder die beim Anlegen des Webauftritts noch gar nicht so wichtig erschienen.

Ups sagte die Webseite im April: Da bin ich wieder und bringe jede Menge neuer Besucher …

Schön, sagt der Chef – aber was war denn da zu Weihnachten los?

Nun, zum Jahresende surfen wir zu Amazone und lassen alle kommerziellen Webseiten in Frieden ruhen.

Aber der Aufschwung spornt an. Der Erfolg des neuen Designs liegt nicht nur am Design der Homepage, auch nicht einfach am raffinierten Content Management System, sondern macht sich jetzt von allein, denn beim Redesign wurden die Texte gestrafft, die schwammigen Formulierungen zugunsten von harten Fakten gestrichen, alle haben fleißig an neuen Texten gearbeitet und sich darauf gefreut, die Texte auch im Internet zu sehen, die Katrin hat die Texte gleich ins Internet setzt … speichern … und zack … da sind wir auf der richtigen Seite …