Kein Gestaltungselement hat einen größeren Einfluss auf den Betrachter als Farben. Farben erregen Aufmerksamkeit, erzeugen Gefühle und senden Nachrichten.
Farben stehen immer in Beziehung zu anderen Farben. Ein klassisches Verfahren zur Entwicklung einer Farbpalette wählt eine Farbe aus dem Logo des Unternehmens. Aus dieser Grundfarbe lassen sich verschiedene Paletten zusammenstellen.

Der Farbkreis bildet ein einfaches Instrument für die Zusammenstellung von Farbpaletten. Auf einer geraden Linie vom Mittelpunkt zum Rand liegt ein Farbton, aber Helligkeit und Sättigung variieren. Im Kreis angeordnet sind die Farbtöne mit der gleichen Helligkeit und Sättigung aufgetragen.
| Eine monochrome Farbpalette beruht auf hellen und dunklen Tönen einer Farbe. Eine monochrome Palette braucht kräftige Kontraste. | ||
| Eine analoge Farbpalette nimmt Farben rechts und links der Grundfarbe auf und braucht weniger Kontrast. Die Farben der analogen Palette verbindet ein gemeinsamer Unterton – hier ist das Blau in allen Farben vertreten. | ||
| Eine komplementäre Farbpalette besteht nur aus der Grundfarbe und ihrer Komplementärfarbe, die allein für den Kontrast sorgt. | ||
| Eine komplementär analoge Farbenpalette nimmt die Farben auf der linken und rechten Seite der Komplementärfarbe und braucht nur geringe Kontraste für eine starke Wirkung. |
Unbeliebte Farbkombinationen
Es gibt Kombinationen, die bei vielen Betrachter nicht gut ankommen – als störend und unpassend empfunden werden. Solche Farbkombinationen entstehen z.B., wenn helle Farben abgedunkelt und dunkle Farben aufgehellt werden.
Wir ordnen den Farben Helligkeiten zu: Gelb ist eine helle Farbe, Rot und Grün haben etwa dieselbe Helligkeit und liegen im Mittelfeld, während wir Blau als dunkle Farbe sehen.

Bei der Umwandlung eines Farbverlaufs in ein Graustufenbild wird die Helligkeit sichtbar, die wir einer Farbe zuordnen. Farbkombinationen, die gegen dieses Helligkeitsempfinden wirken, werden meist als unpassend und sogar als unangenehmen empfunden.
Graustufen geben die Helligkeiten der Farben wieder. Ein dunkles Gelb mit einem hellen Blau erzeugt also eine Disharmonie. Farbgestalter bezeichnen diesen Effekt als »Farbinversion«.
Kombinationen aus dunklen hellen Farben mit hellen dunklen Farben
Das soll aber nun nicht heißen, dass Farbinversionen nicht benutzt werden sollten. Künstler arbeiten mit Farbinversionen, um bestimmte Gefühle zu erzeugen.


